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Das Schüler-Labor Biologie dient
nicht nur als Arbeitsplatz für Schulgruppen, sondern ist auch
ein Ort der fachdidaktischen Lernforschung.
In Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum der JLU wurden Schülerinnen und Schüler
der im Labor arbeitenden Klassen/Gruppen in Kleingruppen videographiert,
während sie ein Naturphänomen beobachten. Zusätzlich
werden mittels eines Fragebogens die epistemologischen Überzeugungen
der Schülerinnen und Schüler erhoben.
Die Schülerinnen und Schüler beobachteten eine Gruppe von Schneckenbarschen (Neolamprologus ocellatus) in einem Aquarium.
Das tatsächliche Verhalten der Tiere wurde ebenfalls protokolliert,
um es mit den Aussagen der jeweiligen Schülergruppe vergleichen
zu können.
Ergebnisse
Die Auswertung der Gruppenvideos ergab:
- Die Schülerinnen und Schüler haben eine positive Einstellung zur Wissenschaft
Biologie und zu dem Fach Biologie.
- Die Schülerinnen und Schüler sehen die Biologie als eine experimentelle
Wissenschaft an, mit Zielsetzung und genauer Planung.
- Es werden nur wenige Fragen gestellt und Vorschläge für
Veränderungen gemacht.
- Beobachtungen und Erklärungen werden nicht mit wissenschaftlichen
Fragestellungen und Versuchsplanungen verbunden.
- Die Fachsprache spielt keine Rolle und biologische Phänomen
werden "alltagstauglich gemacht". Insgesamt zeigt sich,
dass die Gruppendynamik den logischen Erkenntnisprozess einzelner
Schülerinnen und Schüler oder der Gruppe überlagert.
- Nach der Konfrontation mit einem biologischen Phänomen werden die alltäglich eingeübten Lebens- und Denkweisen praktiziert.
Die Vorstellungen von der Wissenschaft
Biologie und deren Denk- und Arbeitsformen lassen sich bei den
Beobachtungen der Gruppen nicht wieder finden.
Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden in vielen Publikationen veröffentlicht.
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