Schülerlabor Biologie Gießen

am Institut für Biologiedidaktik der Justus Liebig Universität
   
 
 
Letzte Änderung: 01/07
   

Forschung

 
  Das Schüler-Labor Biologie dient nicht nur als Arbeitsplatz für Schulgruppen, sondern ist auch ein Ort der fachdidaktischen Lernforschung.
In Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum der JLU wurden Schülerinnen und Schüler der im Labor arbeitenden Klassen/Gruppen in Kleingruppen videographiert, während sie ein Naturphänomen beobachten. Zusätzlich werden mittels eines Fragebogens die epistemologischen Überzeugungen der Schülerinnen und Schüler erhoben.
Die Schülerinnen und Schüler beobachteten eine Gruppe von Schneckenbarschen (Neolamprologus ocellatus) in einem Aquarium.
Das tatsächliche Verhalten der Tiere wurde ebenfalls protokolliert, um es mit den Aussagen der jeweiligen Schülergruppe vergleichen zu können.

Ergebnisse

Die Auswertung der Gruppenvideos ergab:

  • Die Schülerinnen und Schüler haben eine positive Einstellung zur Wissenschaft Biologie und zu dem Fach Biologie.
  • Die Schülerinnen und Schüler sehen die Biologie als eine experimentelle Wissenschaft an, mit Zielsetzung und genauer Planung.
  • Es werden nur wenige Fragen gestellt und Vorschläge für Veränderungen gemacht.
  • Beobachtungen und Erklärungen werden nicht mit wissenschaftlichen Fragestellungen und Versuchsplanungen verbunden.
  • Die Fachsprache spielt keine Rolle und biologische Phänomen werden "alltagstauglich gemacht". Insgesamt zeigt sich, dass die Gruppendynamik den logischen Erkenntnisprozess einzelner Schülerinnen und Schüler oder der Gruppe überlagert.
  • Nach der Konfrontation mit einem biologischen Phänomen werden die alltäglich eingeübten Lebens- und Denkweisen praktiziert. Die Vorstellungen von der Wissenschaft Biologie und deren Denk- und Arbeitsformen lassen sich bei den Beobachtungen der Gruppen nicht wieder finden.

Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden in vielen Publikationen veröffentlicht.